BGB §§ 648a, 643, 645 Abs. 1 Das Recht auf Sicherheitsleistung nach § 648a BGB steht dem Unternehmer auch nach der Abnahme zu, wenn der Auftraggeber Beseitigung von Mängeln dert. Kommt der Auftraggeber diesem Verlangen nicht nach, kann der Unternehmer die Mängelbeseitigung verweigern. Der Unternehmer kann dem Besteller in sinngemäßer Anwendung des § 648a Abs. 5 Satz 1 in Verbindung mit § 643 Satz 1 BGB eine Nachfrist zur Sicherheitsleistung mit der Erklärung setzen, dass er die Mängelbeseitigung ablehne, wenn die Sicherheit nicht fristgerecht geleistet werde. Nach fruchtlosem Ablauf der Nachfrist wird er von der Pflicht zur Mängelbeseitigung frei. Ihm steht in weiterer sinngemäßer Anwendung des § 645 Abs. 1 Satz 1 und § 648a Abs. 5 Satz 2 BGB der Anspruch auf die um den mägelbedingten Minderwert gekürzte Vergütung und der Anspruch auf Ersatz des Vertrauensschadens zu. Macht der Unternehmer von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch, kann der Besteller dem Verlangen auf Zahlung des vollen Werklohns das gesetzliche Leistungsverweigerungsrecht auch dann entgegenhalten, wenn er die Sicherheit nicht gestellt hat. BGH, Urt. vom 22.01.2004 – VII ZR 183/02 – Rostock ZfBR 365, 04